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Der erste erfolgreiche Einsatz mit dem SLK 340

3 Jahre und 364 Tage hat es gedauert vom Kick off-Event, als wir das Projekt SLK 340 der Presse vorstellten, bis zum ersten Tourenwagengesamtsieg mit neuem Streckenrekord.

Am 27. Juni 2012 präsentierte das Team Meisel Motorsport der Öffentlichkeit ein sehr ambitioniertes Projekt. Quasi auf einem weissen Blatt Papier plante man den Bau eines Rennfahrzeuges für Bergrennen. Im Pflichtenheft standen klare Fakten. V8-Saugmotor mit über 600 PS – Gewicht unter 800 Kg – und einen Haufen technische Highlights.

Leider verzögerte sich das Projekt auf Grund menschlicher Schwächen, so dass ein Teil des Entwicklungsteams ersetzt werden musste. Auch eine grosse Hürde war das Zusammenspielen aller Beteiligten Helfer, Entwickler und Lieferanten. Da einige Helfer und Ingenieure ihre Dienste in ihrer Freizeit zur Verfügung stellten, war es umso schwieriger, bei Projektbesprechung alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen. Zumal diese aus 4 verschiedenen Ländern kamen und über 1’000 Km Distanz dazwischen lag, was das Ganze nicht einfacher gestaltete. Im Oktober 2014 berichtete Mercedes-Fans.de mit einem sensationellen online-Bericht über die Präsentation des SLK 340. Leider plagten uns im Jahre 2015 so viele technische Probleme, dass wir nach Halbzeit der Bergrenn-Saison ohne ein einziges Resultat die Segel streichen mussten.

In der Winterpause wurden sämtliche technische Mängel aussortiert, so dass wir mit gutem Gefühl in die Saison 2016 starten konnten. Beim ersten Einsatz zum Bergrennen Verzegnis in Italien (Nähe Udine) verlief das Training am Samstag erfolgreich. Leider mussten wir am Sonntag unverrichteter Dinge die Heimreise antreten, da kurz vor unserem ersten Rennlauf ein heftiger Sturm mit monsunartigem Regen einen Start unmöglich machte.

Beim zweiten Einsatz und ersten Meisterschaftslauf zur Schweizer-Bergmeisterschaft am Hemberg vor gut 3 Wochen verliefen das Samstag- sowie das Sonntagmorgentraining perfekt und versprach den ersten Erfolg. Doch wieder mussten wir wegen einem 1-Euro-Bauteil den ersten Rennlauf als Ausfall quittieren. Reto Meisel berührte mit dem Rist des Gasfusses bei Volllast den Gaszug, worauf das elektronische Gaspedal einen Fehler meldete und der Motor in den Notlauf ging. Der Ärger und Frust waren grenzenlos.

Mit verlängertem Führungsblech am Gaspedal und viel Motivation reisten wir am vergangen Sonntag nach Reitnau zum zweiten Lauf der CH-Meisterschaft. Die zwei Trainings- und zwei Rennläufe sollten auch für uns am Sonntag stattfinden. Die ersten Schrecksekunden erlebten wir jedoch bereits kurz vor dem Start zum ersten Trainingslauf, als der Motor auf Grund einer neuen, jedoch fehlerhaften Starterbatterie nicht zum Leben erweckt werden konnte. Auch der schnelle Ersatz der Batterie am Vorstart brachte den Wagen nicht zum Laufen, da die Batterie durch massive Unterspannung den Anlasser beschädigte. Unverrichteter Dinge und mit grosser Wut im Bauch schoben wir das Sportgerät wieder ins Fahrerlager. Zwei Stunden später, mit neuer Batterie und neuem Anlasser, bewegten wir uns wieder Richtung Vorstart zum zweiten Trainingslauf. Start geglückt und mit einer sensationellen Trainingszeit von 55,91 auf Anhieb zweitschnellster Tourenwagen des Tages. Höchstmotiviert präparierte daraufhin unser Team das Bergmonster – wie es von den Fans genannt wird – für den ersten Rennlauf vor. Obwohl Reto nun seit 4 Jahren keine Rennen mehr gefahren ist, erschwerend dazu noch der erste wichtige Trainingslauf fehlte, markierte er mit 53,97 im ersten Rennlauf gleich mal einen neuen Streckenrekord für Tourenwagen am Reitnauer Berg und übernahm somit auch die Führung. Beim zweiten Rennlauf vermochte er diese Zeit auf Grund von kleinen Fahrfehlern nicht mehr zu erreichen. Mitverantwortlich waren ebenso die Reifen und der Versuch, an der Traktionskontrolle ein paar Änderungen vorzunehmen, welche sich aber als negativ bewahrheiteten. Nichts desto trotz konnte eine Zeit von 54,63 erzielt werden. In Addition reichte es aber doch noch, mit einem komfortablen Abstand von 1,28 Sekunden auf den Zweitplatzierten, den Tourenwagensieg und den siebten Gesamtrang hinter den Sportwagen zu erreichen.

Dass das erste offiziell gewertete Resultat an einem Bergrennen gleich mit dem Tourenwagensieg und neuem Streckenrekord geschmückt würde, hätten wir uns nicht gedacht und sind überglücklich. Denn der Erwartungsdruck der Fans, Sponsoren, Lieferanten und Helfer ist in der Vergangenheit gestiegen.

Der nächste Lauf, den wir bestreiten werden, findet am 23. / 24. Juli im wunderschönen Wallis in Ayent-Anzère statt.

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