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Mehr Nerven- als Benzinverbrauch

22.08.2016 – Die Rennen in Les Rangiers sind für uns fast immer mit emotionalen Erinnerungen verbunden. Bei unserem letzten Start vor 6 Jahren der tragische Tod von Lionel und vor 10 Jahren der packende Fight mit Georg Plasa. Georg gewann damals die Gesamtwertung der Tourenwagen und wir konnten mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung im 2. Lauf den Streckenrekord mit 2.00.07 fahren. Dieser hielt bis heute Stand.

Auch das Rennen in diesem Jahr blieb nicht ohne Emotionen. Der Fahrerlageraufbau am Donnerstagabend bei strömendem Regen und die Vorbereitungen am sonnigen Freitag mit der administrativen und technischen Kontrolle verliefen ordnungsgemäss. Reto hatte den SLK340 bereits während den Tagen vor dem Rennen vorbereitet und konnte am Freitagnachmittag die Zeit für eine intensive Streckenbesichtigung nutzen. Alles in allem waren wir guten Mutes für das Wochenende. Leider nur bis kurz nach dem Start beim ersten Trainingslauf. Nach rund 200m war der Vortrieb weg und der Motor ging in den Notlauf. Motor abstellen, Hauptschalter OFF und wieder ON. Der Versuch, den Motor erneut zu starten, misslang und das Klack-Geräusch liess uns einen Motorenschaden vermuten. Die Emotionen bei Reto waren entsprechend bemerkbar, als dann auch noch der Abschlepphaken in Brüche ging (der SLK340 hing wohl schon zu oft am Haken). Sorry, liebe S+R-Staffel…

Zurück im Fahrerlager lasen wir die Daten aus und hofften auf eine andere Diagnose als Motorenschaden, konnten aber nichts dergleichen daraus ableiten. Uns blieb nichts anderes übrig, als alles zu verladen und nach Hause zu fahren. Die Saison war für uns gelaufen. Dachten wir zumindest. Die Telefonate mit den JUDD-Technikern und unserem Ingenieur zeigten aber nach und nach auf, dass die Ursache anderswo liegen könnte. So war es dann auch. Das Anlasserritzel hat vermutlich in den ersten 200m mitgedreht, löste sich in Einzelteile auf und der Motor wechselte folglich in den Notlauf. Die Hoffnung auf Reparatur keimte auf, wurde Tatsache und nach Rücksprache mit dem Veranstalter bekamen wir das OK für einen Rennstart ohne einen gezeiteten Trainingslauf. Erneut alles verladen, Fahrt nach Les Rangiers und am Samstagabend standen wir wieder auf Platz.

Am Sonntagmorgen früh bei der Streckenbesichtigung war die Strecke feucht und durch die Waldpassagen noch richtig nass. Regenreifen waren angesagt und wir machten uns für den ersten Rennlauf bereit. Da wir ja noch kein einziges Mal mit dem SLK340 auf dieser Strecke gefahren sind und keine Anhaltspunkte für die Abstimmung hatten, war ein sicherer Lauf unser Ziel. Kurz vor dem Start wechselten wir noch auf Trockenreifen, da durch die vielen Unterbrechungen fast Mittag und die Strecke nahezu überall trocken war. Die Zeit mit 2.08.312 war ok für uns. Die beiden Tourenwagenfahrer Ronnie Bratschi und Roger Schnellmann waren mit 2.06.209 und 2.07.538 vor uns.

Auf den 2. Rennlauf hin änderten wir die Getriebeübersetzung und montierten neue Pirelli-Reifen. Und siehe da, es geht doch. Mit 2.00.085 verpassten wir unseren Streckenrekord um 15 Hundertstel auf der um 11m längeren Strecke im Vergleich zum Jahr 2006. Ronnie legte mit 2.02.427 ebenfalls einen Traumlauf hin und bei Roger zeigte die Uhr eine 2.05.414. In Addition der beiden Läufe lagen wir in der Tourenwagenwertung mit knappen 2,4 Zehntelsekunden an der Spitze vor Ronnie und Roger.

Alles in allem ein spannendes und emotionales Wochenende und wir sind über einen weiteren Erfolg mit dem SLK340 mehr als zufrieden. Weniger zufrieden sind wir mit demjenigen, der bei uns auf Platz einen vollen Chromstahl-Benzinkanister hat mitlaufen lassen. Das war echt nicht nett und wir hatten zum Glück einen Reservekanister mit dabei. Doch wenn wir zurück auf den Rennsonntag gucken, ist dieser Bericht, Laufzeiten und Diebstahl sowas von unwichtig, denn die schönste Nachricht am Sonntagabend war die Information, dass Joel Volluz seinen Horrorunfall unbeschadet überlebt hat. Danke an euch Schutzengel, dass ihr so schnell fliegen konntet.

 

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